Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
In den letzten Tagen stand die Kantonspolizei St.Gallen häufig im Einsatz wegen Einbrüchen, die heute vielfach auch von Gruppen begangen werden. ⋌z.V.g.
Rumänische Gruppen treiben in der Region ihr Unwesen. Sie verüben Vermögensdelikte verschiedenster Art. Oft sind auch Frauen dabei, die häufig auch Ladendiebstähle und sogenannte Klemm-Brett-Betrügereien begehen.
Kriminalitätsentwicklung Oft werden die Gruppen von der Polizei angehalten, wenn sie mit einem Fahrzeug unterwegs sind. In diesen werden dann häufig Einbruchwerkzeuge und Diebesgut festgestellt.
So entdeckte die Polizei in St.Gallen in einem Fahrzeug dreier Rumänen einen mit Aluminiumfolie ausgekleideten Rucksack. Das Trio gab an, sich auf der Durchreise zu befinden. Weiter wurden in den Autos von Angehaltenen ein starkes Magnet, Sturmhauben und Handschuhe gefunden.
Delikte verschiedener Art
Zwei Rumänen wurden kontrolliert und es bestand der Verdacht, dass sie zum Delinquieren in die Schweiz gereist waren. Das konnte ihnen aber nicht nachgewiesen werden, weshalb ihnen die Weiterreise ermöglicht werden musste. Erst im Nachhinein stellte die Polizei fest, dass sie in Rorschach mit einem Vermögensdelikt nur wenige Minuten zuvor rund tausend Franken erbeutet hatten. Drei Rumäninnen wurden bei einem möglichen Ladendiebstahlsversuch verhaftet und gemäss Ausschreibung der Kantonspolizei Zürich zugeführt. Vier Rumänen hatten in einer Reserverad-Mulde diverse Parfums versteckt. Zwei temporär in Herisau logierende Rumäninnen wurden für dreissig Tage aus der Region weggewiesen. Sie waren mit Klemmbrettern unterwegs. Auf den mitgeführten Formularen von einem angeblichen «Handicap International» waren fiktive Spenden eingetragen. Zudem wurden bei ihren Effekten Lebensmittel, Kosmetika und Kinderkleider gefunden, die gleichentags in St.Gallen gestohlen worden waren. Drei Rumänen konnten bei einem Einbruch in eine Waschanlage in Gossau in flagranti festgenommen werden. Dem Trio werden weitere Einbruchdiebstähle in der Schweiz und in Österreich angelastet. Auch bei den vielen Einbrüchen in der Region St.Gallen der letzten Tage, bei denen noch keine Täterschaft ermittelt werden konnte, werden Gruppen vermutet.
Diverse Vermögensdelikte
Einem 18-jährigen Schweizer gelang bei einer Hafteröffnung die Flucht aus dem Untersuchungsamt. Er hatte zuvor mit einem 16-jährigen Tunesier die Fensterscheibe eines Ladengeschäftes mit einem Schachtdeckel eingeschlagen. Ein abgewiesener 25-jähriger Asylbewerber hatte sieben Laptops und Mobiltelefone bei sich, von denen eines nachweisbar an der Olma gestohlen worden war. Zwei georgische Staatsbürger behändigten während eines Beratungsgesprächs eine Kette im Wert von 1400 Franken. Zwei Schweizer stahlen auf einem Werkhof in Gossau Kupferreste aus einem Altmetallcontainer und konnten beim Verlassen des Geländes angehalten werden. Gehäuft kamen in den letzten Wochen auch Diebstähle von Portemonnaies vor.
Die beschriebenen Tatbestände mahnen zur Vorsicht namentlich beim Auftauchen von Gruppen in Geschäften, die Wertgegenstände anbieten, bei Frauen, die angeblich für gemeinnützige Organisationen sammeln, und wenn Personen um Abstellflächen für E-Bikes schleichen. Da die meisten der genannten Täterinnen und Täter wegen
fehlender Rechtsgrundlage für eine Verhaftung oder aufgrund eines Schnellverfahren mit Strafbefehl wieder auf freien Fuss gesetzt werden mussten, ist zu befürchten, dass diese gleichartige Delikte wieder begehen. Entsprechende Vorsicht ist geboten.
Von Franz Welte
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